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Üppige Hecken bereiten Probleme

Natur - Baumpflege ist Thema in Büttelborner Umweltausschuss - Aufforstung am Sportplatz

Die Pappeln am SKV-Sportplatz sind gefällt worden, weil sie die Verkehrssicherheit gefährdet haben (wir haben berichtet). In der jüngsten Umweltausschusssitzung informierte zudem Bürgermeister Andreas Rotzinger (CDU) über die Arbeiten. Das Holz sei teils vermarktet, teils für Verkehrsmaßnahmen am Worfelder Sportplatz verwendet worden. Auch ein Büttelborner Verein habe einen Baumstamm bekommen, um ihn als Parkplatzbegrenzung zu verwenden.
Die Rodungsarbeiten seien in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und mit dem Naturschutzbund (Nabu) geschehen. Von der anfänglichen Überlegung des Nabu, zwei bis drei Bäume stehen zu lassen, um sie als Vogelnistplätze zu nutzen, sei die Naturschutzorganisation wegen des hohen Pflegeaufwands abgerückt. Das Gelände ist nun wieder aufzuforsten. Geplant werde die Begrünung, die aus dem kommunalen Haushalt zu finanzieren sei, vom Bauamt in Zusammenarbeit mit Nabu-Fachleuten. Der Nabu habe sich bereit erklärt, die Anpflanzungen sowie die Hege und Pflege zu übernehmen.
Zudem sprach Rotzinger einen Gehölzrückschnitt auf der Worfelder Atzelwiese an. Die Arbeiten in Zusammenarbeit mit dem Nabu Worfelden und der Unteren Naturschutzbehörde geschahen mit dem Ziel, Vogelarten wie Kiebitz, Feldlerche, Rebhuhn, Fasan und Schafstelze - sogenannte Offenlandarten - bessere Lebensmöglichkeiten zu bieten. Büttelborns Ortslandwirt Rainer Schneider äußerte sich lobend über den Heckenschnitt: "Es ist sehr ordentlich und intensiv geschnitten worden." Grundsätzlich sei ein solcher Rückschnitt wegen des starken Wachstums dieser Gehölze auch nötig. Im vergangenen Sommer seien Hecken in der Gemarkung so üppig gewesen, dass Wirtschaftswege mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht mehr befahren werden konnten.
Heinrich Stahl (CDU), der auch Klein-Gerauer Ortslandwirt ist, erwähnte ein weiteres Problem: Teilweise seien Hecken auf Privatgrundstücken so ausladend, dass sie in Feldwege hinein ragten. Auf Stahls Frage, was die Gemeinde dagegen tun könnte, reagierte Jürgen Kämmerer mit einem Achselzucken. "Das ist schwierig", sagte der Bauamtsleiter: "Wir können auf Privatgelände nicht irgendwas wegschneiden." Stahl forderte die Gemeindeverwaltung auf, die betreffenden Grundstückseigentümer zum notwendigen Heckenschnitt anzuhalten.

(Groß-Gerauer Echo, 19. Februar 2014)

19.02.2014. 10:54

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