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"Steckdosen" als deftiger Schmaus

"Steckdosen" als deftiger Schmaus

Tradition: Der Worfelder Naturschutzbund richtet seit vielen Jahren sein Saukopfessen am Rodelberg aus

Ist es knackig kalt, schmecken "Schweinebäckchen und Schnut" am besten - gern in Verbindung mit Glühwein oder anderen heißen Getränken. Seit 29 Jahren lädt der Ortsverein des Naturschutzbundes (Nabu) am zweiten Januarsonntag zum "Saukopfessen" am Worfelder Rodelberg ein.

Die Idee des deftigen Schmauses hatte der Nabu ursprünglich von den Büttelborner Naturschützern übernommen, berichtet Ortsvereinsvorsitzender Harald Lutz. Doch während die Naturschätzer das herzhafte Mahl nur einige Jahre anboten, ist das Publikumsinteresse an der ersten Worfelder Vereinsveranstaltung im Jahr nach wie vor ungebrochen: Alljährlich pflegen mehrere hundert Besucher die Tradition und stillen nach einem Spaziergang am Rodelberg Hunger und Durst.

Die ersten Gäste treffen stets schon vor dem offiziellen Beginn um 11 Uhr ein, um sich ihre Portionen zu sichern, so Harald Lutz. Denn wer nach 12 Uhr kommt, wird kaum noch etwas abbekommen von den beliebten "Bäckchen und Steckdosen", wie die markanten Schweinenasen auch genannt werden. Dann heißt es, sich mit Würstchen oder Schmalzbroten zufrieden zu geben. 80 bis 90 komplette Sauköpfe holt das Metzgerteam um Walter Hortig, Richard Klink, Philipp Engel, Alexander Voos und Werner Graf in dieser Woche im Frankfurter Schlachthaus ab. Anschließend ist bei Hobbymetzger Werner Graf im Oberdorf 22 großes Putzen angesagt.

Die Sauköpfe werden sorgfältig gereinigt, in leichter Salzlake eingelegt und anschließend vorgekocht. Ehe die ersten Gäste am Sonntag am Rodelberg erscheinen, baut Walter Hortig mit seinem Team dort riesige alte, mit Holz befeuerte Schlachtkessel auf und erhitzt die Schweinsköpfe nochmals in ihrem Sud. Knoblauchliebhabern füllt Hortig auch schon mal ein paar der Zehen in die "Steckdose".

Aber nicht nur die Erwachsenen genießen alljährlich Essen und Trinken sowie das Zusammensein mit Freunden und Bekannten bis zum Anbruch der Dunkelheit am Rodelberg. Auch Kinder haben ihren Spaß, wenn abseits der Tische und Bänke ein Lagerfeuer lodert und sie Stockbrotspieße hinein halten können.

Etwa 50 der 200 Vereinsmitglieder sind bei jedem "Saukopfessen" im Einsatz. Das seien weit mehr als die 20 bis 30 Personen, die sonst das Jahr über beim Nabu aktiv sind, sagt Harald Lutz.

Den Erlös investieren die Nabu-Mitglieder für Vereinszwecke, sei es für die Flächenpflege, die Jugendarbeit oder einen Grundstückskauf. Außerdem informieren die Organisatoren während der Veranstaltung über die Aktivitäten des Naturschutzbundes. In diesem Jahr geht es vor allem um die bundesweite Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel", bei der die Besucher aufgerufen werden, eine Stunde lang die Vögel um das Futterhäuschen, im Garten oder auf dem Balkon zu zählen.

14.01.2011. 15:40

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