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Kein Einsatz an der Bodenbehandlungsanlage

Protest: Bttelborner Feuerwehrleute geben Erklrung ab Worfelder Nabu tritt der Brgerinitiative gegen das Projekt bei

BTTELBORN.


 Rund ein Drittel der Einsatzkrfte der Bttelborner Feuerwehr hat jetzt erklrt, nicht fr einen Einsatz bei Schadensfllen in der geplanten Bodenbehandlungsanlage fr gefhrliche und nichtgefhrliche Stoffe der Baustoffrecyclingsfirma KKS auf dem Gelnde des Abfallwirtschaftszentrums Bttelborn zur Verfgung zu stehen. Das geht aus einem Schreiben der Betreffenden an Gemeindevorstand, Gemeindebrandinspektor, Kreisbrandinspektor und die Abteilung Brand- und Katastrophenschutz des Darmstdter Regierungsprsidiums hervor.
Nach bisherigem Kenntnisstand bestehe seitens der BKS ein erhebliches Informationsdefizit darber, in welchen Mengen und mit welchen Chemikalien die angelieferten Baustoffe und Schlmme kontaminiert sein werden, heit es in der von elf Feuewehrleuten unterschriebenen Erklrung. Da diese Chemikalien und weitere Verbindungen im Schadensfall unkontrolliert freigesetzt wrden, wren die Einsatzkrfte zunchst einem unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt. Dies, zumal die Freiwillige Feuerwehr weder ber Chemieschutzausrstung noch ber die erforderlichen Messgerte zur Ermittlung von Schadstoffen und deren Konzentration verfge.
Man habe das Schreiben auch an die Kollegen von den Ortsteilwehren weitergegeben, sagt Hans-Jrgen Barthel, der die Erklrung mit unterschrieben hat, im Gesprch mit dem ECHO.
Klein-Geraus Wehrfhrer Wolfram Wesp kennt indes die Erklrung nicht. Die Klein-Gerauer Feuerwehr steht dem Projekt sehr gelassen gegenber, sagt er und unterstreicht, dass man sich entsprechend der Satzung der Gemeinde und dem Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz nicht auf politische Diskussionen einlassen werde. Wesps Worfelder Wehrfhrerkollege Gerd Zllner mchte zu dem Thema keine Auskunft geben und verweist direkt an Gemeindebrandinspektor Erich Kth.
Ich war selbst berrascht, sagt Kth auf ECHO-Nachfrage und meint: Ich habe dazu eine etwas andere Meinung. Mehr wolle er allerdings nicht sagen, weil fr Montag ein Termin mit dem Brgermeister zu dem Thema anberaumt sei.
Formell ist inzwischen der Naturschutzbund (Nabu) Worfelden der Brgerinitiative Bttelborn 21 Kein Giftmll nach Bttelborn (BI) beigetreten und hat im Zusammenhang mit diesem Schritt beschlossen, die BI mit 500 Euro zu untersttzen. Der rger vieler Menschen im Kreis Gro-Gerau ber das geplante Projekt seit nachvollziehbar, wurde doch speziell den Brgern in Bttelborn versprochen, den nach 30 Jahren verfllten Mllberg wieder als Erholungsraum und Naturschutzgebiet zur Verfgung zu stellen, heit es dazu in einer Pressemitteilung des Nabu.
Eine Bodenbehandlungsanlage fr 131 teils hochgefhrliche Stoffe, wie von der BKS beantragt, wird vom Nabu Worfelden generell abgelehnt, heit es in der vom Vorsitzenden Harald Lutz unterzeichneten Pressemitteilung. Die Naturschutzvereine haben sich so der Nabu weiter jahrzehntelang fr das angrenzende Naturschutzgebiet Am Braunshardter Tnnchen eingesetzt und sich mit der Bttelborner Deponie in unmittelbarer Nhe arrangiert. Dies jedoch nicht, um nun widerstandslos einen Cocktail gefhrlicher Abflle in einem Ballungsraum in Kauf zu nehmen.

Unverstndlich ist den Naturschtzern, warum das Darmstdter Regierungsprsidium keine Umweltvertrglichkeitsprfung zu dem Vorhaben angeordnet habe. Unverstndnis auch ber die Haltung der BKS als Antragsteller, die bislang nicht auf den Protest reagiert habe.

(Gro-Gerauer Echo, 27.7.2011)

27.07.2011. 14:56

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