Startseite · Presse und Berichte · Presseartikel · Hoffen auf große Früchte

Hoffen auf große Früchte

WINTERSCHNITT - Obst- und Gartenbauverein legt am Worfelder NABU-Gelände Hand an

Einen Verjüngungsschnitt haben etliche Obstbäume der Streuobstwiese vor der Mühlbachbrücke an der Kreisstraße nach Klein-Gerau erhalten: Der Obst- und Gartenbauverein Worfelden lud dazu zum Winterschnittlehrgang auf das Gelände des Naturschutzbundes (NABU).
Die von den damaligen Vogelschützern vor 35 bis 40 Jahren angelegte Streuobstwiese sei eine der ältesten in Hessen, berichtete Michael Wagner, Vorsitzender des Worfelder Obst- und Gartenbauvereins. Da sie seit einigen Jahren nicht mehr ausgeschnitten wurden, stünden die Bäume viel zu dicht und müssten dringend ausgelichtet werden, damit sie wieder Ertrag bringen, erklärte Wagner, der die Wiese vom NABU gepachtet hat, den zehn Teilnehmern.
50 Bäume stehen auf dem Grundstück, davon 35 Apfelbäume sowie Birnen- und Zwetschgenbäume. "Wenn man nichts macht, gibt es immer mehr Früchte, aber kein neues, junges Holz mehr", informierte Wagner. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Äste abbrechen. Auch würden nicht geschnittene Bäume schnell vergreisen und hätten eine relativ kurze Lebensdauer.
Die Kursteilnehmer kürzten daher bei der Aktion einen Großteil der Äste oder schnitten sie heraus, sodass wieder ein Wuchsanreiz entsteht. Statt vieler kleiner erhofft sich Wagner nun wieder wenige große Früchte. Idealerweise sollten nach unten hängende Zweige abgeschnitten und leicht nach oben weisende erhalten werden, legte er dar.
Die abgeschnittenen Äste bleiben auf dem Grundstück liegen und geben künftig Nagern und anderen Kleintieren Unterschlupf. "Die ganze Umgebung rundherum ist aufgeräumt, daher ist so eine Totholzhecke wichtig", erklärte Michael Wagner.

(Groß-Gerauer Echo, 28. Februar 2014)

28.02.2014. 12:10

Online spenden
Mitglied werden

NABU Regional

NABU Regional

Zentren
Schutzgebiete
Gruppen