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Gibt es künftig einen Beirat zur Mülldeponie?

Bodenbehandlungsanlage: Grüne sichern Büttelborner BI Unterstützung zu

BÜTTELBORN.


    "Ich bin mir sicher, dass es keine Bodenbehandlungsanlage geben wird", zeigte sich der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer (Grüne) am Mittwochabend bei einem Treffen der Groß-Gerauer Grünen-Kreistagsfraktion mit Sprechern der Bürgerinitiative (BI) "Büttelborn 21 - Kein Giftmüll in Büttelborn" zuversichtlich. Die Kreis-Grünen lehnen die von der Meinhardt-Tochter Bauschuttaufbereitung K&S geplante Bodenbehandlungsanlage ebenfalls ab. Astheimer sicherte der BI politische Unterstützung zu.
"Wir haben zu meinem Erstaunen überall offene Türen eingerannt. Das Ding bringen wir zu Fall", gab sich BI-Sprecher Armin Hanus zuversichtlich. Er zeigte sich nicht nur über die Ablehnung der Bodenbehandlungsanlage von allen Kommunal- und Kreispolitikern erleichtert, sondern lobte nach einem Gespräch (wir berichteten gestern) auch die Haltung der Riedwerke: "Die Riedwerke sind zu Alliierten der Bevölkerung geworden."
Deutlich machte Hanus, dass die BI künftig mehr Transparenz hinsichtlich der Entwicklungen auf der Büttelborner Deponie erwarte. Die Bürger wollten wissen und beteiligt daran sein, was in ihrer Heimat geschieht, sagte Armin Hanus. Umsetzbar sei dies zumindest in Form eines Beirats, besser noch als nicht stimmberechtigtes Mitglied im Riedwerke-Aufsichtsrat.
BI-Sprecher Bernd Petri erinnerte daran, dass die Brisanz der Meinhardt-Pläne erst durch einen auswärtigen Gutachter erkannt wurden, der den Nabu-Ortsverband Worfelden informiert habe. "So etwas darf es nicht mehr geben", bewertete Grünen-Fraktionssprecherin Silvia Weber die Tatsache, dass die Politik erst spät auf das Vorhaben aufmerksam wurde.
Die enorme Unterstützung, die die BI in der Bevölkerung erhalten habe, habe zum politischen Handeln geführt, meinte Petri. Die breite Ablehnung der BKS-Pläne sollte genutzt werden für eine konstruktive Weiterentwicklung der Themen Müll und regenerative Energien, befand er und fügte hinzu: "Die Glaubwürdigkeit in Sachen künftige Abfallwirtschaft liegt bei der BI." 

Grünen-Fraktionssprecher Thomas Krambeer und Walter Astheimer unterstrichen, ihre Fraktion wolle die politische Verantwortung zusammen mit der SPD wahrnehmen und ein Nutzungskonzept für die Deponie diskutieren. Beide zeigten sich optimistisch, dass es gelingt, den Bau der Bodenbehandlungsanlage noch vor dem Erörterungstermin vor dem Regierungspräsidium im Einvernehmen mit der Firma Meinhardt abzuwenden. 

(Groß-Gerauer Echo, 29.7.2011)

29.07.2011. 15:12

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