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Fachgruppen agieren

(Groß-Gerauer Echo 20.4.2009)

Versammlung: Naturschutzbund Worfelden zieht Bilanz und strukturiert Vorstand um


WORFELDEN. Schnittmaßnahmen auf der vereinseigenen Streuobstwiese, Landschaftspflegearbeiten, die Beobachtung bedrohter Vogelarten sowie Pilzwanderung und Organisation des Saukopfessens zählt der Naturschutzbund (Nabu) Worfelden zu seinen Hauptbetätigungsfeldern. Knapp 40 Teilnehmer kamen zur jüngsten Pilzwanderung im Herbst, einige davon nahmen sogar Anfahrtswege von bis zu 100 Kilometern in Kauf, teilte Harald Lutz während der Nabu-Jahresversammlung mit.

Mit Sorge sei die Entwicklung rund um die Fuchsberghütte zu beobachten, so Lutz weiter. Der Nabu betreut dieses Feldgehölz mittlerweile seit 35 Jahren. Bangte der Verein zunächst aus rechtlichen Gründen um den Erhalt der Hütte, geht es nun darum, den Vandalismus zu bekämpfen. Lutz forderte die Einwohner auf, dem Verein verdächtige Beobachtungen zu melden, denn die Hütte sei für alle Bürger errichtet worden.

Um flexibler auf die Anforderungen reagieren zu können, die der Berufsalltag für die Vorstandsmitglieder mit sich bringt, werde die Vereinsarbeit umstrukturiert. Es soll Fachgruppen geben, die sich mit einzelnen Schwerpunkten beschäftigen, so Lutz. Diese Fachgruppen sollen weitgehend selbstständig agieren und jeweils einen Sprecher in die Vorstandssitzungen entsenden.

Mit Unverständnis reagierten die Naturschützer darauf, dass der kleine Versammlungsraum in der alten Schule immer mehr als Abstellraum genutzt werde, da - obwohl von der Gemeinde zugesagt - zusätzlicher Lagerraum bis heute nicht bereitgestellt sei. Erschwerend hinzu komme, dass der Verein auch die im ehemaligen Bauhof untergebrachte Werkstatt bald räumen müsse, so Lutz.

Jürgen Hoyer informierte in seinem ornithologischen Jahresrückblick über die Umgestaltung der Landschaft beim Golfplatz. Derzeit seien dort Kanadagans, Nilgans und Höckerschwan ebenso zu beobachten wie die inzwischen in ihrem Bestand gefährdete Feldlerche, deren Vorkommen sich deutschlandweit von ein bis zwei Millionen auf nur noch 200 000 bis 300 000 Brutpaare reduziert hat. Hoyer befürchtete, dass es durch den Klimawandel zu Problemen mit dem Wasserhaushalt der Wälder kommen werde. Durch sinkende Grundwasserstände geschädigte Bäume seien anfälliger für Forstschädlinge. Mit der langfristigen Veränderung der Vegetation werde auch die Tierwelt zurechtkommen müssen; einige Arten würden verschwinden, andere sich ansiedeln.

lo

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