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Entscheidung zu Schulhof vertagt

Politik - Büttelborns Bauausschuss befasst sich auch mit Grabsteinanlagen und der Gestaltung des Südkreisels

Neu gestaltet werden soll der alte Schulhof in Worfelden. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Bauausschuss aber noch für keine der beiden Varianten entschieden, weil noch nicht alle Fraktionen über die Vorlage beraten konnten. In der Sitzung des Büttelborner Bauausschusses ging es am Mittwochabend um drei wesentliche Themen: zum einen den Entwurf für Grabsteinanlagen, zum anderen die Gestaltungsvorschläge für die Alte Schule Worfelden und den Südkreisel Büttelborn.

Über den Entwurf für Grabsteinanlagen für Urnengemeinschaftsgräber für die Friedhöfe in der Gemeinde wurde in der Bauausschusssitzung länger diskutiert. So merkte Bürgermeister Andreas Rotzinger (CDU) an, dass es ein Missverständnis gebe bezüglich der Gestaltung. "Natürlich wollen wir die einzelnen Quartiere nicht mit einer Mauer einfassen, sondern mit einer Bepflanzung. Dies kommt in den Unterlagen nicht wie beabsichtigt zur Geltung", so Rotzinger.

Der Plan sieht vor, auf dem Friedhof einzelne Quartiere zu schaffen, in denen Urnen in die Erde eingelassen werden können. Zwei Stelen mit zahlreichen Plätzen für 15 mal 15 Zentimeter große und individuell zu gestaltende Gedenktafeln sollen den Platz der letzten Ruhe ungefähr markieren. "Wo genau die Urne begraben ist, das wird nicht angezeigt. Sie liegt aber in diesem Quartier begraben. Es ist denkbar, mehrere Quartiere mit unterschiedlicher Gestaltung oder Bepflanzung einzurichten", so Rotzinger.

Vorgesehen ist ebenfalls die Neugestaltung des Schulhofs der Alten Schule Worfelden. Hier liegt die Priorität darauf, den Durchgang vom Unterdorf zum Heißgraben zu erhalten und das Umfeld neu zu gestalten. Dabei soll das Nebengebäude erhalten bleiben, das der Naturschutzbund (Nabu) gern nutzen würde. So besteht die Idee, dass der Nabu dieses Gebäude bekommen könnte und man den geplanten Haushaltsposten von 10 000 Euro dem Verband zur Renovierung und Sanierung zur Verfügung stellt. "Das ist eine Situation, in der beide Seiten gewinnen. Uns kommt es billiger, als wenn wir es machen lassen müssten, der NABU hingegen kann viel in Eigenleistung erledigen", so der Büttelborner Bürgermeister dazu.

Sechs Stellplätze sind bei beiden Entwürfen zur Gestaltung des Schulhofs auf dem Gelände eingeplant, da die Alte Schule von zahlreichen Vereinen und Verbänden genutzt wird. Auf eine der beiden Gestaltungsvarianten wurde sich in der Sitzung nicht festgelegt, da noch nicht alle Fraktionen die Vorschläge diskutiert hatten und zudem der Einwand bestand, ob es denn überhaupt notwendig wäre, rund 170 000 Euro auszugeben. Letztlich wurde nur dafür abgestimmt, einen der beiden Vorschläge umsetzen zu wollen.

Bei der Gestaltung des Südkreisels in Büttelborn muss die Gemeinde ihre Planungen wieder von vorn beginnen. Ein an Hessen Mobil übersandter Gestaltungsvorschlag für den Kreisel an der Landesstraße nach Griesheim kam mit einer Ablehnung zurück. Hessen Mobil hatte mehrere Einwände. So sollen feste Hindernisse aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht zugelassen sein, was für Stirnrunzeln sorgte: Sind doch in anderen Gemeinden Ortsschilder oder gar Fahnenmasten Teil des gestalterischen Konzepts für Kreisel am Ortseingang.
Auch eine Werbung auf dem Kreisel sei untersagt. Ebenso solle die Gemeinde in Absprache mit Hessen Mobil einen maßstäblichen Gestaltungs- und Bepflanzungsplan erstellen, der dann im Nutzungsvertrag genehmigt werden müsse, so das Schreiben aus Darmstadt.

(Groß-Gerauer Echon, 16. Mai 2014)

16.05.2014. 09:21

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