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Dampfende Kessel am Rodelberg


Vereine Naturschutzbund Worfelden verarbeitet 90 Saukpfe Besucher stehen trotz Klte Schlange

Punkt 11 Uhr hatte sich bereits eine Schlange vor den Kochtpfen am Rodelberg in Worfelden gebildet. Kein Wunder, dampfte in den Tpfen doch eine selten zu bekommende Delikatesse. Seit 1986 ldt der Naturschutzbund (Nabu) Worfelden einmal im Jahr zum Saukopfessen ein, meistens am ersten Wochenende des neuen Jahres. Dass der Termin in diesem Jahr wegen der Urlauber verschoben wurde, erwies sich als Glcksfall. Whrend es in der Vorwoche noch krftig geregnet hatte, sorgten Sonnenstrahlen nun fr gemtliches Beisammensitzen. Gegen die Klte halfen heier Punsch und ein knisterndes Lagerfeuer.

Die Kpfe zuzubereiten erforderte einiges an Vorbereitung. Wir erhalten die Saukpfe von einer Schlachterei, wo sie normalerweise entsorgt werden wrden, berichtete der Nabu-Vorsitzende Harald Lutz. Da die Kpfe noch nicht weiter bearbeitet sind, treffen sich schon einige Tage vor der Veranstaltung Vereinsmitglieder im kleinen Schlachthaus eines befreundeten ehemaligen Metzgers in Worfelden, putzen die Kpfe und kochen sie vor. Diese erste Kochzeit dauert etwa zwei Stunden, wie Klaus Engel, langjhriges Vereinsmitglied, zu berichten wei. Vor Ort werden die Kpfe dann nochmals zweieinhalb Stunden gekocht, damit sich das Fleisch gut vom Knochen ablsen lsst.

Die Kochkapazitten reichen fr 90 Saukpfe, aus denen sich jeweils zwei Portionen machen lassen. Erfahrungsgem bleibt am Ende nie etwas brig.
Hedwig Seibel hat dieses Gericht bereits gegessen, war am Sonntag aber zum ersten Mal bei der Veranstaltung des Worfelder Naturschutzbundes. Das ist etwas Feines, was es nicht berall gibt, sagte sie. Mit der hiesigen Zubereitung war sie vollends zufrieden, wie sie nach dem ersten Bissen besttigte.

Aber auch fr alle, die sich nicht an den Saukopf wagten, war gesorgt: Bratwrste und Schmalzbrote gab es ebenfalls zu Genge. Marion Seibel, die bereits mehrmals beim Saukopfessen war, nahm mit der Bratwurst vorlieb und lobte deren Wrze.

Informationen rund um den Naturschutzbund gab es unter anderem in Form von Faltblttern. Fr die kleinen Gste hatte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Stefanie Stber auerdem ein Quiz vorbereitet, bei dem die Kinder zum Beispiel schtzen mussten, wie viele Nudeln in einem Glas sind. Zu gewinnen gab es Bcher rund um Flora und Fauna.

(Gro-Gerauer Echo vom 15.1.2013)

16.01.2013. 22:45

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