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"Bis 14 Uhr ist alles weg"

Naturschutzbund - Kaiserwetter lockt zahlreiche Besucher zum Saukopfessen an den Worfelder Rodelberg

Das knackig kalte Wetter war am Sonntag geradezu prädestiniert zum Verspeisen von "Schweinebäckchen und Schnut" beim Ortsverein des Naturschutzbunds am Worfelder Rodelberg.
Das Schild "Zum Saukopfessen", das an einem Baum vor dem Rodelberg hing, bestätigte, was die Besucher schon von Weitem rochen: Am Worfelder Rodelberg, am südwestlichen Rand der Siedlung Hesselrod gelegen, lud der Ortsverein des Naturschutzbunds (Nabu) zum Saukopfessen ein. Die drei Wurstkessel hatten Hagen Petri, Walter Hortig und Alexander Voos schon um 9 Uhr angeheizt, um die rund 90 Schweineköpfe, die sie am Samstag vorgekocht hatten, in ihrer Salzlake aufzuwärmen.

Als die ersten Besucher etwa gegen 10 Uhr eintrafen, blubberte und dampfte es bereits in den Kesseln und die ersten "Schweinebäckchen und Schnuten" lagen auf den Tellern. "Bei dem Kaiserwetter sind die Sauköpfe bis spätestens 14 Uhr ausverkauft", meinte Hagen Petri gut gelaunt, als er eines der Bäckchen aus der siedenden Flüssigkeit zog.

Nebenan am Bratwurstgrill freuten sich Roger Petri und Bernhard Klügel über eine Tasse Glühwein, die Vereinsvorsitzender Harald Lutz vorbeibrachte. "Wir veranstalten das Saukopfessen schon seit 1983 und wissen inzwischen, wie viele Leute bei welchem Wetter kommen", meinte Harald Lutz. Beim Blick zum strahlend blauen Himmel schätzte er die Besucherzahl auf rund 200 Personen. "Da ist bis gegen 14 Uhr alles weg." Den Erlös aus der Veranstaltung will die Worfelder Nabu-Gruppe für ihre Aktivitäten verwenden, darunter auch für den Aufbau einer Nachwuchsgruppe sowie die Herausgabe der Zeitschrift "Lupe", deren neue Ausgabe für die Besucher auslag und die künftig regelmäßig einmal im Jahr erscheinen soll.

Derweil bildeten sich an Kasse und Ausgabe bereits lange Schlangen. Der Büttelborner Nabu habe seinen Worfelder Kollegen vor vier Jahren einen "Worschtkessel" vermacht, daher sei er gekommen, um endlich einmal zu erfahren, wie das darin Gekochte schmecke, meinte Dieter Nau. Auch Monika Noll sowie Dorothea und Klaus Engel, allesamt langjährige Stammgäste, ließen sich das deftige Mahl schmecken.

Selbst bis ins Rheinhessische hat sich das Nabu-Saukopfessen herumgesprochen: Knapp ein Dutzend Mitglieder des "Cigar Cult Club� Wiesbaden", durch einen Groß-Gerauer Arbeitskollegen auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht, genehmigten sich nach ausgiebigem Schweinekopf-Genuss an einem der Stehtische, edle kubanische Zigarren zu rauchen. Das Treffen der Rheinhessen und eines Bensheimers sei kurzerhand zum "Neujahrsanrauchen" deklariert worden, scherzten die gut aufgelegten Männer, die zum Schutz ihrer kostbaren "Braunen" sogar Reise-Humidore dabei hatten.

13.01.2014. 12:50

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