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Hilfe für die Fledermaus

Hilfe für verirrte, erschöpfte und verletzte Fledermäuse

Fledermäuse brauchen unsere Sympathie

Die Pflege von Fledermäusen ist eine befristete Notmaßnahme, denn Fledermäuse sind keine Haustiere und zudem gesetzlich geschützt. Wegen der artspezifischen Bedürfnisse der 17 einheimischen Fledermausarten sollte die Pflege nur von ausgebildeten Spezialisten durchgeführt werden.


Junge Zwergfledermaus


Erste Hilfe für in Not geratene Fledermüuse wird meist von Laien geleistet. Richtiges und schnelles Handeln ist wichtig. Dabei sollte man Fledermäuse nur mit Handschuhen oder einem Tuch anfassen, da sie vor lauter Angst oft zubeissen.
Fledermäuse, deren Winterquartiere zerstört wurde oder die sich in Gebäude verirrt haben, erschöpft und abgemagert sind, müssen sofort in eine gut verschließbare Kartonschachtel gelegt werden. Diese Schachtel muß absolut dicht schliessen, da selbst geschwächte Fledermäuse Ausbruchkünstler sind. Vorsichtig macht man einige kleine Luftlöcher in den Deckel und polstert die Schachtel locker mit Haushaltspapier oder einem Tuch aus.
Der Verein Fledermausschutz Südhessen e.V. vermittelt dann sofort weitere Hilfe unter 0 61 51 / 4 28 74 66.
Im Sommer zieht jedes Fledermausweibchen ein Junges, selten auch Zwillinge auf. Findet ein Junges seine Mutter nicht mehr oder ist diese gar gestorben, so verhungert es, da es bei Fledermäusen keine Ammen gibt. Herumirrende Jungtiere oder verweiste Fledermaussäuglinge klettern oft aus ihren Tagesschlafverstecken und hängen an Hauswänden herum oder bleiben erschöpft auf dem Boden liegen.
Typische "Fledermaus-Findelkinder" im Siedlungsraum sind die Zwergfledermaus, die Bartfledermaus, das Braune und das Graue Langohr sowie das Mausohr.
Kennt man das Fledermausversteck, so kann man den Säugling vorsichtig in den Quartiereingang hineinschieben, wo ihn seine Mutter abholt. "Waisenkinder" klettern bald wieder heraus und benötigen sofort weitere Hilfe. Auch in diesem Fall sollte der Arbeitskreis Fledermausschutz gerufen werden.

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